Gewalt

Sehitlik-Moschee bittet Innensenator um Polizeischutz

Der Vorstand der Sehitlik-Moschee in Neukölln fordert mehr Sicherheit und bittet Senat und Polizei um einen Wachschutz.

- Hintergrund sind Drohungen und eine aktuelle islamfeindliche Aktion. Unbekannte hatten, wie berichtet, am Sonnabend zwei abgetrennte Schweineköpfe vor der Moschee abgelegt. Der Vorstandsvorsitzende der Gemeinde, Ender Cetin, sagte laut "Berliner Zeitung": "Wir brauchen einen Wachschutz." Seine Gemeinde könne diesen nicht finanzieren. "Wir empfinden diese Attacke als Beleidigung. Wir sind in großer Sorge", sagte Cetin. Ein Gemeindemitglied der Sehitlik-Moschee zeigte sich bestürzt. "Das wird immer bedrohlicher", sagte die Frau, die namentlich nicht genannt werden wollte. "Als Moschee haben wir das Gefühl, dass man nicht erwünscht ist." Auf Bildern habe sie den Fund gesehen - die Tierköpfe hätten in einer Blutlache gelegen. Die Sehitlik-Moschee war in der Vergangenheit schon mehrmals Opfer von Anschlägen. Unbekannte hatten das größte islamische Gotteshaus in Berlin Anfang April mit Farbbeuteln beworfen. Auch ein rechtsextremistischer Drohbrief ging in der Moschee am Columbiadamm ein.