Kultur

Heimathafen-Chefin will Kammerspiele übernehmen

Die Kammerspiele in Kleinmachnow können offenbar doch gerettet werden.

- Carolin Huder, Mitbegründerin des "Heimathafen Neukölln" und der Diplom-Kaufmann Michael Martens wollen das alte Kino- und Kulturhaus an der Karl-Marx-Straße pachten. "Wir planen ein breit gefächertes Programm für alle Generationen mit Kino, Musik und Theater", sagt Carolin Huder. Ziel sei es, "das Haus so schnell wie möglich mit einfachen Mitteln bespielbar und sicher zu machen". Auf die große Sanierung werde erst einmal verzichtet.

Die beiden Bewerber wohnen seit mehr als einem Jahrzehnt in Kleinmachnow. Sie hatten sich schon einmal um die Kammerspiele beworben - allerdings getrennt. Mit dem derzeitigen Besitzer haben sie bereits einen Optionsvertrag geschlossen. Geplant sei die Gründung einer Genossenschaft, in die sich Bürger einbringen können. "Wir wollen auch Fördergeld beantragen", sagt Carolin Huder. Sie erhofft sich eine Anschubfinanzierung von 400.000 Euro durch die Gemeinde. Damit würde der Brandschutz gewährleistet, die Gastronomie hergerichtet und die Technik erneuert. Kleinmachnows Bürgermeister Michael Grubert (SPD) sieht in der Bewerbung "eine, wenn nicht die letzte Chance, die Kammerspiele zu erhalten". Im Juni soll abgestimmt werden.

( gma )