Polizei

Vermisster Schauspieler tot in Havel gefunden

Fast einen Monat lang hatten Freunde und Angehörige des vermissten Schauspielers Michael Dorn gehofft, dass der 43-Jährige doch noch auftaucht.

Seit Freitag haben sie nun traurige Gewissheit: Michael Dorn ist tot. Die Leiche wurde am Nachmittag in der Havel treibend unweit der Glienicker Brücke gefunden.

Wie die Polizei mitteilte, sah ein Mann, der mit seinem Boot auf der Havel auf der Höhe des Jagdschlosses Glienicke unterwegs war, gegen 14.30 Uhr die Leiche des Schauspielers im Wasser. Er alarmierte sofort die Polizei. Beamte zogen den Leichnam aus dem Wasser. Zwar schließt die Polizei ein Fremdverschulden aus, dennoch soll eine Obduktion die genaue Todesursache klären. "Wir wollen auf Nummer sicher gehen", sagte ein Polizeisprecher. Die Beamten vermuten, dass Michael Dorn Suizid begangen hat.

Der 43-Jährige, der unter anderem für die RTL-Serie "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" zwei Mal vor der Kamera stand und in verschiedenen Film-Produktionen mitwirkte, wurde seit dem 10. März vermisst. Er verschwand in den Abendstunden und hinterließ in seiner Wohnung an der Oldenburger Straße in Moabit einen Abschiedsbrief. Was genau darin stand, wollte die Polizei damals nicht sagen. Gerüchten zufolge soll Dorn private Probleme gehabt haben. Am selben Abend wurde das Handy des Schauspielers noch in Potsdam geortet. Danach wurde es ausgeschaltet.

Kurz nach seinem Verschwinden starteten Freunde und Angehörige eine große Suchaktion, auch über das Internet per Facebook. Knapp zwei Wochen später fand die Polizei den Peugeot von Dorn in unmittelbarer Nähe der Glienicker Brücke. Daraufhin suchten die Beamten die Umgebung ab - ohne Erfolg. Die Suche wurde danach offiziell eingestellt.