Zukunftsdebatte

Energie: Platzeck will Kommunen an Gewinnen beteiligen

Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) will Kommunen und Einwohner am finanziellen Erfolg regenerativer Energien beteiligen.

"Energiegewinnung darf kein reines Renditeobjekt weit entfernter Investoren sein", betonte Platzeck am Sonnabend in Wildau (Dahme-Spree) auf der von der SPD initiierten Zukunftsdebatte "Brandenburg 2030".

Notwendig sei ein weiterer Ausbau von Windkraft, Solarenergie und der Nutzung der Erdwärme. Es gebe aber große Probleme bei der Akzeptanz. Diejenigen, die Lasten tragen, sollten auch davon profitieren, betonte Platzeck. Braunkohle werde mittelfristig benötigt, aber regenerative Energien würden stark zunehmen. Das Thesenpapier "Brandenburg 2030" der Brandenburger SPD beschäftigt sich mit allen gesellschaftlichen Bereichen. Die Pläne sollen bei einem Landesparteitag am 22. September verabschiedet werden.

Die Energieziele der Regierung sehen für die Windkraft im Jahr 2030 eine installierte Leistung von 10.500 Megawatt vor, die auf zwei Prozent der Landesfläche erzeugt werden. Derzeit sind 4600 Megawatt installiert - das bedeutet Platz zwei nach Niedersachsen.