Kirche

Bistum investiert 15 Millionen Euro in die Marienschule

Knapp vier Jahre nach der Wiedereröffnung der katholischen Marienschule in Potsdam hat das Erzbistum Berlin jetzt in einer gemeinsamen Feier mit Schülern, Eltern und zahlreichen Gästen den Grundstein für den Neu- und Erweiterungsbau an der Babelsberger Domstraße gelegt.

"Wenn in gut zwei Jahren alle Bauarbeiten abgeschlossen sind, steht für rund 600 Schüler an der Grundschule und am Gymnasium ein hochmodernes Schulgebäude zur Verfügung", sagte der Schuldezernent des Erzbistums, Hans Peter Richter, am Montag. Dazu komme eine neue Drei-Felder-Turnhalle, die bereits im Sommer eröffnet werden soll. Gebaut wird auch für den von den Maltesern geführten Hort.

Das Erzbistum Berlin investiert nach eigenen Aussagen etwa 15 Millionen Euro. Der Erweiterungsbau soll bis Sommer 2013 fertig sein, und die Umbau- und Sanierungsmaßnahmen könnten bis Sommer 2014 abgeschlossen werden. Die städtische Grundschule nebenan wird mitsaniert. Die neue Turnhalle können alle Kinder gemeinsam nutzen.

Der Generalvikar des Erzbistums, Monsignore Tobias Przytarski, segnete den Grundstein und die darin eingelassene Zeitkapsel. Von einem "Freudentag" sprach der Vorsitzende des Fördervereins, Matthias Nowak. Seit 1991 hatten sich Mitglieder des Vereins für die Wiedereröffnung der Marienschule eingesetzt. Bekannte Potsdamer wie TV-Moderator Günther Jauch warben für die katholische Schule. Im Sommer 2008 konnte sie wieder eröffnet werden - 69 Jahre nach der zwangsweisen Schließung durch die Nationalsozialisten.

Bis zur Fertigstellung des Neubaus 2013 werden die Grundschulkinder und die Gymnasiasten weiter in dem ehemaligen DDR-Plattenbau und in aufgestellten Containern unterrichtet. Derzeit sind es 100 Grundschüler und 125 Gymnasiasten.

Inzwischen gibt es für die Anmeldungen eine Warteliste. Das Schulgeld für Grundschüler kostet 45 Euro im Monat, für Gymnasiasten 75 Euro.