Verkehr

Nordpier am neuen BER-Airport bereits empfangsbereit

Noch arbeiten mehr als 5000 Handwerker an und im neuen Terminal, um dem neuen Flughafen Berlin Brandenburg (BER) den letzten Schliff zu geben. Und jeden Tag werden die Fortschritte sichtbar. Bereits empfangsbereit präsentiert sich jetzt der Nordpier am Terminalgebäude.

"Dort ist inzwischen das Leitsystem für die Fluggäste komplett fertiggestellt, alle Piktogramme sind angebracht, auch die Counter für das Boarding stehen schon", berichtet Flughafen-Sprecher Leif Erichsen. Auch die Wände hätten ihre endgültige Farbgebung erhalten. Die weiße Schrift steht dabei im Kontrast zu Orangerot und Purpurrot, die nach dem Designkonzept die beiden Erkennungsfarben für den neuen Flughafen sein werden.

Der Pier an der Nordseite ist eines von insgesamt drei am BER-Terminal, an denen Flugzeuge nach der Landung und vor dem Abflug stehen werden. Anders als am Haupt- und am Südpier gibt es dort aber nicht die an modernen Flughäfen typischen beweglichen Fluggast-Brücken, über die die Passagiere trockenen Fußes in den Flieger ein- und aussteigen können. Der Grund: Am Nordpier werden vor allem Maschinen sogenannter Low-Cost-Carrier wie Easyjet oder Ryanair stehen. Die Airlines verzichten auf etliche, extra zu bezahlende Annehmlichkeiten. Zum Sparprogramm gehört etwa das sogenannte Walk-Boarding - auf Deutsch, die Passagiere müssen im Freien zu ihrer Maschine laufen. Am BER-Terminal werden 35 Maschinen gleichzeitig andocken können, zehn Abstellpositionen gibt es dabei am Nordpier. Eine Parkposition an der Front des Gebäudes ist speziell für den Riesen-Airbus A 380 ausgelegt, der bis zu 550 Passagiere gleichzeitig befördern kann. Die Fluggastbrücke ist etwas länger als die anderen und auch für Laien an den besonders eingerahmten Fenstern zu erkennen. Insgesamt können am neuen Hauptstadtflughafen in seiner ersten Ausbaustufe gleichzeitig 85 Flugzeuge parken.