Geld für Wiederaufbau

Evangelische Kirche will Garnisonkirche nicht finanzieren

Die evangelische Kirche hat sich erneut zum Wiederaufbau der 1968 als Kriegsruine gesprengten Garnisonkirche in Potsdam bekannt, aber eine Beteiligung an der Finanzierung ausgeschlossen.

Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz beteilige sich mit keinen eigenen finanziellen Mitteln an dem Bauvorhaben, sagte Kirchensprecher Volker Jastrzembski am Sonntag in Berlin. Die Landeskirche begrüße jedoch "das eindrucksvolle Engagement für den Wiederaufbau" insbesondere durch die Garnisonkirchen-Stiftung.

Der Wiederaufbau soll aus Spenden finanziert werden. Zunächst soll bis zum Reformationsjubiläum 2017 für rund 40 Millionen Euro der Turm der einstigen Barockkirche errichtet werden. Anschließend soll das rund 60 Millionen Euro teure Kirchenschiff folgen. Das Land hat für das Bauvorhaben rund zwei Millionen Euro aus ehemaligen DDR-Parteivermögen zur Verfügung gestellt.

Die Garnisonkirche wurde bei einem alliierten Luftangriff auf den Potsdamer Hauptbahnhof im April 1945 weitgehend zerstört. Die Ruine wurde 1968 auf Beschluss der SED abgerissen.

Brandenburgs scheidender Landeskonservator Detlef Karg hatte den geplanten Wiederaufbau erneut kritisiert. Zugleich bemängelte der Landeskonservator, dass der Bestand der 1164 Dorfkirchen und 700 Stadtkirchen wegen unzureichender Förderung "ernsthaft gefährdet" sei.