Film

Medienboard: Ein Euro Förderung bringt vier Euro Investition

Der Filmstandort Berlin-Brandenburg blickt auf ein "Erfolgsjahr" zurück. 263 Projekte bekamen 2011 insgesamt 24,3 Millionen Euro Fördermittel.

Der Filmstandort sei ein gelungenes Beispiel für den Wirtschaftsfaktor Kultur, sagte Kirsten Niehuus, Geschäftsführerin der Filmförderung beim Medienboard Berlin-Brandenburg.

Im Vergleich mit den anderen Bundesländern rangiert die hiesige Förderung bei den vergebenen Mitteln auf Platz zwei: hinter Nordrhein-Westfalen und vor Bayern. Erfolgreiche deutsche Filme wie Til Schweigers "Kokowääh" (4,3 Millionen Besucher) und Detlev Bucks "Rubbeldiekatz" (2 Millionen Besucher) waren Medienboard-Projekte. Ein Euro Förderung brachte laut der Bilanz für die Region vier Euro Investition. Die Anzahl der Drehtage der unterstützten Filme stieg auf 2258.

Bei der kommenden Donnerstag beginnenden Berlinale ist das Medienboard in allen drei deutschen Wettbewerbsfilmen vertreten, in "Gnade", "Barbara" und "Was bleibt". Es gibt beim Festival auch ein Wiedersehen mit Bollywoodstar Shah Rukh Khan, der seinen an der Spree gedrehten Film "Don - The King Is Back" vorstellt. Als Berlinale-Special läuft Doris Dörries "Glück" nach der Erzählung von Ferdinand von Schirach. Auch beim Oscar-Rennen kann die Filmförderung die Daumen drücken, unter anderem für Wim Wenders Tanzfilm "Pina".

Und auch das Filmjahr 2012 verspricht, erfolgreich zu werden. US-Regisseur Brian De Palma ("Scarface") dreht demnächst einen Thriller in Berlin. Zur Besetzung von "Passion" gehören neben Noomi Rapace (Lisbeth Salander aus der "Millennium-Trilogie) und Rachel McAdams ("Midnight in Paris") auch die deutsche Schauspielerin Karoline Herfurth ("Zettl"). Der Film wird vom Medienboard mit 400 000 Euro unterstützt.

Weitere Förderprojekte sind Philipp Stölzls Bestsellerverfilmung "Der Medicus" (500 000 Euro) und Wolfgang Beckers "Ich & Kaminski" (500 000 Euro) mit Daniel Brühl nach dem Roman von Daniel Kehlmann.