Wiederholungstat

Drei Sprengsätze in Hennigsdorf explodiert, vierter zündet nicht

Eine Serie von Explosionen erschüttert Hennigsdorf. Nach drei Rohrbomben-Detonationen am S-Bahnhof innerhalb weniger Tage sind am Donnerstagabend gleich drei weitere Sprengsätze hochgegangen.

Ein vierter Sprengsatz wurde gefunden und habe nicht gezündet, bestätigte eine Polizeisprecherin der Berliner Morgenpost. Auch der Staatsschutz wurde nun eingeschaltet - noch sei aber kein Bekennerschreiben aufgetaucht. Die Polizei kann nicht ausschließen, dass hinter allen Vorfällen der selbe Täter oder die selbe Gruppe steckt. Auch die Sprengsätze vom Donnerstag hätten vermutlich einen ähnlichen Aufbau gehabt wie die zuvor detonierten, hieß es. Dass es sich um Rohrbomben handele, wollte die Sprecherin gegenüber der Morgenpost zunächst jedoch nicht bestätigen.

Eine Explosion ereignete sich gegen 18 Uhr an der Stauffenbergstraße nahe des S-Bahnhofs. Ein Anwohner hatte einen lauten Knall gehört und daraufhin die Polizei gerufen. Bei der Detonation wurde niemand verletzt. Die Polizei rückte mit Kriminaltechnikern aus und sperrte den Tatort weiträumig ab. Noch bis in den späten Abend suchten die Beamten das umliegende Gelände nach Überresten der Sprengsätze ab.

Erst am Dienstagabend war ein selbst gebastelter Sprengsatz unter einer Parkbank am wenige Hundert Meter entfernten Havelplatz explodiert. Auch hier wurde niemand verletzt. Zuvor waren in der Nacht zum vergangenen Sonnabend zwei Rohrbomben am S-Bahnhof detoniert. Unbekannte hatten in einem Fahrstuhl und einem Aufgang die Sprengsätze gezündet. Durch die Wucht splitterten die Scheiben des Lifts. Verletzt wurde niemand. Nach ersten Erkenntnissen soll es sich um ein etwa 20 Zentimeter langes Rohr mit Pyrotechnik gehandelt haben. Der S-Bahnverkehr war für knapp dreieinhalb Stunden unterbrochen. Ein Bekennerschreiben gab es nicht.