Räumexperten

Spezialbagger sucht nach Kriegsmunition in Neuhausen

In der Gemeinde Neuhausen (Spree-Neiße) südlich von Cottbus ist die Suche nach Kriegsmunition am Donnerstag fortgesetzt worden.

Ein besonders geschützter Spezialbagger legte weiter Erde in einem nach Kriegsende zugeschütteten Bombentrichter frei. Seit acht Uhr morgens arbeitete sich das Gerät in der Mitte des 20 Quadratmeter großen Bombentrichters in die Tiefe. Dort hatte eine Messsonde metallische Gegenstände aufgespürt, die nun mit einem hydraulisch gesteuerten Wasserstrahl freigelegt werden sollen.

Bei weiter günstigem Verlauf könnten die Arbeiten am heutigen Freitag eventuell beendet werden, so der technische Leiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes, Horst Reinhardt. "Die Arbeiten gehen zügig voran, ohne dass neue Munitionsteile entdeckt wurden." Wie berichtet, waren Freitag und Sonnabend zwei Riegelbomben selbsttätig im Erdreich unter der Landesstraße 472 detoniert. Sollten die Räumexperten auf weitere Minen stoßen, die von der Wehrmacht als Panzerabwehr benutzt wurden, sollten diese an Ort und Stelle kontrolliert gesprengt werden. Wachschützer sichern das Areal, das zwischen zwei Spreebrücken liegt und weiträumig abgesperrt wurde.