Einnahmen

Stiftung Neuzelle verkauft wieder Weihnachtsbäume

Die Stiftung Stift Neuzelle hat in diesem Jahr rund 17 000 Kubikmeter Holz veräußert.

"Das war ein guter Verkauf", sagte Walter Ederer, Manager der Stiftung Stift Neuzelle. 90 Prozent des Holzes werde in einem Sägewerk in Baruth weiterverarbeitet. Die Stiftung gehört mit zurzeit rund 5600 Hektar Wald zu den großen Waldbesitzern in Brandenburg. Privatleute kauften vor allem Brennholz oder Abdeckreisig. Am nächsten Sonnabend werden dort von 10 Uhr an Weihnachtsbäume wie Blaufichten und Kiefern verkauft. Die Preise starten ab 10 Euro pro Baum, wie Ederer mitteilte.

Im vergangenen Jahr hatte die Stiftung erstmals Weihnachtsbäume angeboten. "Das war ein ganz großer Erfolg." Es kamen rund 2000 Besucher, die 1000 Bäume kauften. Auch zum diesjährigen Verkaufstag ist eine stimmungsvolle Waldweihnacht mit Lagerfeuer und Glühwein organisiert. Doch es gibt auch negative Nachrichten, die den Stiftswald betreffen. "Die Ablagerung von Müll nimmt zu", sagt Ederer. "Auch fahren viele Leute verbotswidrig mit dem Auto durch den Wald." Spaziergänger monierten dies.

Die Ausweisung von Wegen sei teilweise problematisch. Sie verliefen durch Waldabschnitte mit unterschiedlichen Eigentumsverhältnissen. Dennoch seien in diesem Jahr 14 Kilometer Wanderwege angelegt worden. Der Wald mit dem Kloster sei "ein gemeinsamer touristischer Aspekt", so Ederer. Das Stift mit seinen einstmals etwa 50 000 bis 60 000 Hektar Fläche, existierte von 1817 bis 1955 und wurde dann aufgelöst. Die vor 15 Jahren gegründete Stiftung Stift Neuzelle soll unter anderem die an der polnischen Grenze liegende denkmalgeschützte Klosteranlage wiederherstellen, sie öffentlich zugänglich machen, sowie Kultur und Bildung fördern. Schrittweise bekommt die Stiftung vom Land früheres Vermögen zurück - zum 1. Januar 2013 rund 3400 Hektar. Das sind Flächen, die einstmals dem Stift gehörten. Frühere Stiftsflächen liegen nun auf polnischer Seite. Darauf sowie auf andere heute bebaute und genutzte Flächen, aber auch Wald in privater Hand, habe man verzichtet, so Ederer.