Sozialministerium

Zuwanderung von Russland-Deutschen fast abgeschlossen

Die Zuwanderung von Russland-Deutschen nach Brandenburg ist nach Einschätzung des Sozialministeriums so gut wie abgeschlossen.

Seit der Wende seien mehr als 56 000 Menschen aus der früheren Sowjetunion nach Brandenburg gekommen. Im vergangenen Jahr hätten sich noch 59 Spätaussiedler und 45 jüdische Zuwanderer angemeldet, bis Mai seien es 18 Spätaussiedler und 5 jüdische Zuwanderer gewesen, teilte das Ministerium am Freitag anlässlich einer Sitzung des Landesintegrationsbeirates in Potsdam mit. Das Gremium berät seit März 2002 die Landesregierung in Fragen der Integration von Zuwanderern und vernetzt die an der Integration beteiligten Akteure im Land.

Im vergangenen Jahr seien mehr als 11 000 Ausländer in die Mark gekommen - mit sehr unterschiedlichen Motiven. Sie wollten eine Ausbildung machen, studieren, arbeiten oder zu ihren bereits hier lebenden Familien ziehen. Wegen der politischen Situation, etwa in Afghanistan oder im Iran, würden wieder mehr Menschen Zuflucht suchen, berichtet das Ministerium. Deshalb müsse das Beratungsangebot für Zuwanderer an diese veränderte Situation angepasst werden.

Im vergangenen Jahr seien 1266 Asylanträge gestellt worden, 456 mehr als 2009. Bis Ende Oktober seien es 1082 Anträge gewesen. Nach Ministeriumsangaben leben fast 130 000 Menschen mit ausländischen Wurzeln in Brandenburg. Das seien fünf Prozent der Bevölkerung.