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Justiz: Anklage im Fall Lilly gegen Erzieherinnen erhoben

Justiz

Anklage im Fall Lilly gegen Erzieherinnen erhoben

Ein Jahr nach dem Tod der zweijährigen Lilly in Eberswalde (Barnim) hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen zwei Erzieherinnen erhoben. Das Mädchen war 2010 bei einem Spaziergang mit der Kindergartengruppe in ein eiskaltes Gewässer gefallen und an den Folgen dieses Unfalls gestorben. Die beiden Erzieherinnen sollen ihre Aufsichtspflicht verletzt haben. Die Anklage lautet auf Verdacht der fahrlässigen Tötung. Eine Sprecherin des Amtsgerichts Eberswalde sagte am Donnerstag, die Anklageschrift sei eingegangen. Das Gericht entscheide nun, ob ein Hauptverfahren zulässig ist oder nicht.

Wissenschaft

Neues Forschungszentrum am Standort Golm

Der Universitätscampus in Potsdam-Golm bekommt ein neues Forschungszentrum. Der Grundstein für das sogenannte Drittmittelzentrum der Naturwissenschaftlichen Fakultät wurde am Donnerstag gelegt. Nach der Fertigstellung Ende 2013 sollen in dem 4300 Quadratmeter großen Gebäude Forscher aus der Chemie, Physik, Biologie und anderen Fachbereichen arbeiten. Die Projekte werden ausschließlich drittmittelgefördert sein - also vom Bund, von der Privatwirtschaft oder von Stiftungen finanzierte Forschungsvorhaben.

Urteil

Freispruch für Richter und Oberstaatsanwalt

Zwei hochrangige Brandenburger Juristen sind am Donnerstag vom Vorwurf der Rechtsbeugung freigesprochen worden. Damit erzielten die Männer in der Neuauflage ihres Prozesses vor dem Landgericht Potsdam einen Erfolg. 2009 waren der Richter (45) und der Oberstaatsanwalt (55) noch zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof hatte die Verurteilung 2010 wegen Verfahrensfehlern aber aufgehoben. Die Staatsanwaltschaft hatte auch in diesem Verfahren Bewährungsstrafen gefordert von zwei beziehungsweise eineinhalb Jahren. Die Juristen sollen ihre Kompetenzen überschritten haben.

( dpa )