Preußenkönig

Warten auf Friedrich

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Der Countdown läuft: 2012 wird der 300. Geburtstag von Preußenkönig Friedrich II. gefeiert. Am 24. Januar 1712 kam er in Berlin zur Welt. In Potsdam residierte er: Hier ließ er Schloss Sanssouci und das Neue Palais bauen, wirkte als Staatsmann, Feldherr und König. Und hier ist er begraben.

Neben der Millionen Euro teuren Schau "Friederisiko" im Neuen Palais der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten will auch die Stadt Potsdam den berühmten Monarchen feiern - aber eher etwas privat. In Potsdam steht das Jubiläumsjahr unter dem Motto "Friedrich 300 - Auf Spurensuche in Potsdam".

Erster Höhepunkt des "Festes für Friedrich" rund um seinen Geburtstag vom 12. bis 24. Januar ist eine Geburtstagsparty an zahlreichen Orten in der Stadt. Die historische Altstadt bietet dafür ein eindrucksvolles Ambiente.

Vom 26. Januar bis 16. September zeigt das Filmmuseum Potsdam die Ausstellung "Friedrich II. - über Gebühr berühmt". Im Mittelpunkt steht der Theater- und Filmschauspieler Otto Gebühr, der zwischen 1920 und 1941 in 15 Filmen in die Rolle Friedrich des Großen schlüpfte.

Das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte Am Neuen Markt rückt ein nahrhaftes Gemüse in den Mittelpunkt: die Kartoffel. Friedrich sorgte für den großflächigen Anbau der Feldfrucht. Die Ausstellung läuft vom 27. Juli bis 28. Oktober. In einer Sonderschau im Potsdam Museum geht es ab August um die Entwicklung der Stadt, die nach den Ideen des berühmten Monarchen gestaltet wurde. Im Zeichen des Preußenkönigs stehen auch die Veranstaltungen zum UNESCO-Tag am 2. und 3. Juni und am Tag des offenen Denkmals am 9. September.

Auch die Musikfestspiele Potsdam Sanssouci widmen sich dem König, der selbst komponierte und passabel Flöte spielte. Geplant ist auch im Juli und August ein Friedrich-Musical.

Außerdem wird vor dem Neuen Palais im Park Sanssouci ein barockes Reitspektakel aufgeführt. Mit mehr als 20 Pferden und 70 Darstellern werde damit eine Retrospektive auf die höfische Festkultur des Preußenkönigs gegeben, sagte der künstlerische Leiter Kaspar von Erffa zum Produktionsstart. "Le Carrousel de Sanssouci", das vom 19. bis zum 22. Juli 2012 zu sehen ist, vereine in einer Arena-Kulisse barocke Reitkunst, Bläser- und Kammermusik, lyrischen Gesang und Tanz. Daneben gibt es auch Szenen aus der antiken Mythologie sowie eine Liebesgeschichte zwischen einem Edelmann und einer preußischen Hofdame.

( dpa/dapd )