Brandenburg

Ursache für Brand in Agrarhalle bei Niemegk weiter unklar

Fast eine Woche nach dem Brand einer Agrarhalle in Neuendorf (Potsdam-Mittelmark) war die Ursache für das Feuer weiterhin unklar. "Die Brandstelle ist noch zu heiß", sagte ein Polizeisprecher am Sonntag in Potsdam. Daher konnten die Ermittler noch nicht mit ihrer Arbeit beginnen.

Das Feuer bei Niemegk konnte erst am Samstag gelöscht werden, in dem in die etwa 50 mal 100 Meter große Halle Sand gekippt wurde, um die Glut zu ersticken. Zuletzt hatten Glutnester und Rauch der Feuerwehr zu schaffen gemacht. In der Halle wurde Abfall gelagert.

Der Brand war am vergangenen Montagabend ausgebrochen. Möglicherweise löste der aufsteigende dicke Qualm auch die schwere Massenkarambolage am Dienstag auf der nahen Autobahn A9 aus. Der Rauch habe in Verbindung mit Nebel zu starken Sichtbehinderungen geführt, sagte der Sprecher. Auf der Autobahn Leipzig-Berlin waren am Dienstagabend 8 Lastwagen und 16 Autos ineinander gekracht. Zwei Menschen wurden getötet und neun weitere verletzt. Ob es deshalb zu Ermittlungen gegen den Eigentümer der Halle kommt, schloss ein Polizeisprecher am Sonntag nicht aus. Vermutlich können die Kriminaltechniker Anfang kommender Woche mit ihrer Arbeit in der völlig zerstörten Halle beginnen. Von der Halle, in der Abfälle gelagert wurden, stehen demnach nur noch die Außenmauern. Noch am Freitag hatte der Rauch aus der Anlage zeitweise den Verkehr auf der A9 bei Niemegk behindert. In dem Agrargebäude wurden nach Angaben der Kommune zu DDR-Zeiten Kartoffeln sortiert. In den 1990er Jahren sei dort dann illegal Müll eingelagert worden.