Energie

Erste Solaranlage auf dem Potsdamer Landeskriminalamt

Brandenburgs Landesverwaltung hat ihre erste Solaranlage. Sie ist mehr als 1400 Quadratmeter groß und auf den Dächern der Außenstelle des Landeskriminalamtes (LKA) in Potsdam installiert.

Bei Sonnenschein kann sie bis zu 167 000 Kilowattstunden Strom produzieren - und damit künftig 55 Haushalte in der Landeshauptstadt mit Strom versorgen. 147 Tonnen Kohlendioxid würden jährlich durch die Anlage eingespart, sagte Finanzminister Helmuth Markov (Linke) am Mittwoch bei Inbetriebnahme.

Die Photovoltaikanlage wird von der Neuen Energie Genossenschaft aus Potsdam betrieben. Sie hat nach eigenen Angaben 460 000 Euro investiert. Es ist ihr zweites Projekt, weitere sollen folgen. Die nächste Solaranlage soll Ende des Jahres auf dem Dach des Wirtschaftsministeriums in Potsdam installiert werden. Für die Projekte beschreitet der Brandenburgische Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen (BLB) einen besonderen Weg: Die Flächen werden an Energieunternehmen vermietet. Diese bauen die Anlagen und erhalten dabei Fördermittel nach dem Energiegesetz. Eine landeseigene Anlage rechnet sich nach Angaben des Finanzministeriums kaum.

Die Solaranlage auf dem LKA-Gebäude in Potsdam-Eiche ist ein Pilotprojekt und soll helfen, die Energiestrategie des Landes weiter umzusetzen. Bis 2020 will die rot-rote Landesregierung den Anteil erneuerbarer Energien auf 20 Prozent verdreifachen. Im Ländervergleich gilt die Mark als Vorreiter in Deutschland.

Erst vor knapp zwei Wochen wurde eine der leistungsstärksten Solarstrom-Anlagen Deutschlands im südbrandenburgischen Senftenberg in Betrieb genommen. Laut Wirtschaftsministerium sind bisher Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von 788 Megawatt installiert. Weitere Signale setzt Brandenburg mit Lärmschutzwänden am Berliner Ring, die für die Stromerzeugung genutzt werden sollen - und ab 2013 gebaut werden.