Gesundheit

Verdacht auf Dioxin bei 3200 Tonnen Tierfutter

Rund 3200 Tonnen Futtermittel mit möglicherweise leicht erhöhten Dioxinwerten sind nach Angaben des Umweltministeriums auch nach Brandenburg gekommen.

Rund 600 Tonnen davon seien bereits verfüttert worden, wie eine Sprecherin auf Anfrage am Freitag mitteilte. Eine Zuckerfabrik in Könnern in Sachsen-Anhalt hatte rund 35 000 Tonnen Futtermittel ausgeliefert, das Proben zufolge zu viel Dioxin enthält. Die belasteten Zuckerrübenschnitzel waren auch in anderen Bundesländern entdeckt worden.

In Brandenburg seien nach bisherigen Erkenntnissen drei Verarbeitungsbetriebe für Futtermittel sowie zwölf Landwirte betroffen, so das Ministerium. Etwa 2200 Tonnen der in die Mark gelieferten Futtermittel wurden den Angaben zufolge vorsorglich sichergestellt und gesperrt. Weitere rund 400 Tonnen wurden bereits zu Mischfutter verarbeitet und ausgeliefert. Die zuständigen Landesbehörden in Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt seien informiert worden.

Die verdächtigen Futtermittel machten nur bis zu zehn Prozent einer Futterration aus, hieß es. Der Höchstwert für Dioxine sei zudem bislang nur geringfügig überschritten worden. Daher sei vorerst nicht damit zu rechnen, dass die Grenzwerte für die Endprodukte Milch und Fleisch überschritten werden würden.

Wo das Gift herkommt, war zunächst noch unklar. Bestimmte Dioxine können tödlich wirken. Andere lösen Chlorakne aus oder beschleunigen das Wachstum von Krebstumoren.