Technik

Brandenburgs Polizei arbeitet mit neuem Funksystem

Bei Polizeieinsätzen an der deutsch-polnischen Grenze gibt es seit einigen Tagen weniger technische Schwierigkeiten und Sprachbarrieren. Seit 2. November können die Besatzungen deutscher Funkstreifenwagen beim Einsatz in Polen kommunizieren.

Durch ein in den Niederlanden entwickeltes Funksystem können sich die Polizisten trotz unterschiedlicher Frequenz und Technik verständigen, wie die Polizei am Dienstag am Rande ihrer dritten Grenztagung in Slubice berichtete. Beim Einsatz gegen die grenzüberschreitende Kriminalität können die Polizeibeamten nun schneller agieren.

Notwendig ist der direkte Draht beispielsweise dann, wenn ein deutscher Funkwagen einen Täter nach Polen verfolgt und von polnischen Kollegen Unterstützung braucht. Bisher waren der Kommunikation da Grenzen gesetzt. "Die Funkversorgung hörte an der Grenze auf", sagte Michael Snelinski von der Einsatzleitzentrale in Frankfurt (Oder). "Die Streife konnte nicht sprechen und nicht gehört werden, es gab kein Netz."

Jetzt rufen die deutschen Beamten in der Leitstelle in Frankfurt (Oder) an. Diese schaltet zum Gemeinsamen Zentrum der deutsch-polnischen Polizei- und Zollzusammenarbeit in Swiecko. Dort verbinden die Mitarbeiter weiter zur Leitstelle in Landsberg (Gorzow) und helfen beim Dolmetschen - die Verbindung zwischen deutschen und polnischen Polizisten steht. Die neue Technik funktioniert in Frankfurt (Oder), Märkisch-Oderland, Oder-Spree sowie in Polen. Das System solle entlang der deutschen Grenze ausgebaut werden, sagte Snelinski. Genutzt werde diese Technologie im Dreiländereck Deutschland, Belgien, Niederlande. Später solle auch der Digitalfunk so gekoppelt werden.

Als Grundlage für eine engere Kooperation zwischen der Brandenburger und der polnischen Polizei wurde auf der Tagung eine neue Vereinbarung unterzeichnet. So sollen gemeinsame deutsch-polnische Polizeistreifen Alltag werden, wie Polizeipräsident Arne Feuring sagte. Bei Prävention, Einsätzen und Ermittlungen gegen die Grenzkriminalität solle enger zusammengearbeitet werden.

( dpa )