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Ladenöffnung Hauptbahnhof

Neue Debatte Um die Ladenöffnung im Berliner Hauptbahnhof am Sonntag ist wieder eine Debatte entbrannt. Der Handelsverband Berlin-Brandenburg sprach sich am Montag gegen die Öffnung weiterer Geschäfte aus. "Das Schaufenster einer Stadt ist nicht der Hauptbahnhof, sondern das sind die Einkaufsstraßen", sagte Verbandschef Nils Busch-Petersen. Er fürchtet um die Umsätze zahlreicher Kaufleute, wenn die Berliner ihren Alltagsbedarf am Sonntag auch in dem Bahnhof decken können.

Entscheidung In den Koalitionsverhandlungen von SPD und CDU wird eine Ausnahme für Geschäfte an dem Bahnknotenpunkt diskutiert. Allerdings lehnen CDU-Wirtschaftsexperte Frank Steffel und auch der SPD-Partei- und Fraktionsvorsitzende Michael Müller eine weitergehende Sonntagsöffnung ab. Entschieden wird an diesem Donnerstag. Zu berücksichtigen seien Bedenken vieler Beteiligter: der Gewerkschaft Verdi, der Kirchen und des Handelsverbands, so Steffel. Mit einer neuen Regelung wird eher nicht gerechnet.

Regelung Zur Zeit dürfen nur Geschäfte mit Reisebedarf am Sonntag öffnen. Waren für den Alltagsbedarf gibt es nur montags bis sonnabends.

50 Geschäfte gibt es im Bahnhof, außerdem Imbisse, Bäckerei-Filialen, Restaurants. "Ein Großteil der Läden ist sonntags ganz normal offen", so Busch-Petersen. Es blieben 30 Läden, die von einer neuen Regelung betroffen wären.

Beschwerden Anfangs hatten zunächst alle Läden in dem 2006 eröffneten Glaspalast geöffnet, bis es Beschwerden gegen den Gesetzesverstoß gab und die Behörden einschritten.