Kriminalität

Waffenlager in Pankow ausgehoben

Bei der Durchsuchung der Wohnung eines mutmaßlichen Angehörigen des Rotlicht-Milieus hat die Polizei am Mittwoch zufällig ein wahres Waffenarsenal in Pankow ausgehoben. Die Staatsanwaltschaft hat den Fall übernommen.

Vorausgegangen war ein Ermittlungsverfahren gegen einen 57-Jährigen wegen verschiedener Delikte wie Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Bedrohung im Zusammenhang mit Streitigkeiten im Milieu. Richterliche Beschlüsse führten schließlich zur Durchsuchung der Wohnung des Mannes an der Schönhauser Straße. Wegen der zur erwartenden Gefährlichkeit des Verdächtigen war das Spezialeinsatzkommando (SEK) in die Aktion eingebunden. Der Beschuldigte sowie ein möglicher 58 Jahre alter Komplize wurden festgenommen und am Donnerstag einem Richter vorgeführt.

In den Räumen wurden verschiedene Zufallsfunde gemacht: Munitionsteile, verschiedene Munitionen, Sprengstoff, eine Maschinenpistole, eine Mörserhandgranate sowie mehrere Lang- und Kurzwaffen. Im Zuge der Ermittlungen ergaben sich Verdachtsmomente gegen den 30-jährigen Sohn des Beschuldigten. In dessen Marzahner Wohnung wurden ebenfalls Waffen und Munition sichergestellt.

Nach Informationen der Berliner Morgenpost soll der 57-Jährige Angehöriger der Grenztruppen der DDR gewesen sein und eine Affinität zu Waffen haben. Aus Ermittlerkreisen verlautete, dass er mehrere und wechselnde polnische Frauen für sich arbeiten lasse.