Nach Hochwasser

30 festsitzende Boote können nach Berlin weiterfahren

Rund 30 Boote haben am Donnerstag die für drei Stunden geöffnete Schleuse Zehdenick an der oberen Havel-Wasserstraße in Brandenburg passiert. Nach der tagelangen Sperrung der Schleuse wegen Hochwassers konnten die Wassertouristen, die auf der Havel und den angrenzenden Seen festsaßen, endlich Richtung Berlin weiterfahren.

Die Wasserstraße bleibt aber voraussichtlich bis nächsten Dienstag weiter gesperrt.

Mitarbeiter vom Außenbezirk Zehdenick des Wasser- und Schifffahrtsamts (WSA) Eberswalde mussten die Schleusen von Hand bedienen. Ein benachbartes Wehr wurde teilweise geschlossen, um gefährliche Strömungen zu vermeiden

Vor einer Woche war die obere Havel-Wasserstraße auf weiten Teilen gesperrt worden. Hintergrund waren starke Regenfälle auf der Mecklenburger Seenplatte. Um die Wassermassen über die Havel abzuleiten, mussten sechs Schleusen zwischen Bredereiche im Norden und Liebenwalde im Süden gesperrt werden.

Vor der Schleuse Bredereiche liegen weiterhin zahlreiche aus Richtung Müritz kommende Boote fest. Die nördlich von Zehdenick gelegenen Schleusen konnten wegen der noch immer hohen Wasserstände auch noch nicht einmal kurzzeitig geöffnet werden.

"Wir planen derzeit, die Schleusen am nächsten Dienstag wieder zu öffnen", sagte der Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamts, Hans-Jürgen Heymann, in Eberswalde. Voraussetzung sei allerdings, dass das Wetter stabil bleibe, es keinen Starkregen mehr gebe und das Hochwasser bis dahin weitgehend abflossen sei. Damit gebe es einen "Silberstreifen" Hoffnung für wartende Sportbootführer. Allerdings werde es auch in der nächsten Woche nur einen eingeschränkten Betrieb geben. An den gewohnten Selbstbedienungsbetrieb sei vorerst noch nicht zu denken, so der Experte weiter.