Sachsenhausen

Gedenken im Speziallager

Mit einer Gedenkveranstaltung ist am Sonntag in Oranienburg an die Einrichtung des Speziallagers Nummer 7 vor 66 Jahren in Sachsenhausen erinnert worden.

Bis zu seiner Auflösung 1950 inhaftierte der sowjetische Geheimdienst NKWD dort nach Angaben der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten etwa 60 000 Menschen, von denen 12 000 an Hunger und Krankheiten starben. Unter den Insassen waren neben Funktionären des Hitler-Regimes auch politisch missliebige Bürger. Das Speziallager entstand nach Kriegsende 1945 auf dem Gelände des vormaligen Konzentrationslagers im Oranienburger Stadtteil Sachsenhausen.

Bei der Gedenkfeier sprachen Kultur-Staatssekretär Martin Gorholt, Mecklenburg-Vorpommerns Stasi-Beauftragte, Marita Pagels-Heineking, und ein früherer Häftling des Lagers. An die Kranzniederlegung schloss sich ein ökumenischer Gottesdienst an.