Justiz

Staatsanwalt: Millionen-Schaden bei Krampnitz-Deal

Beim Verkauf der ehemaligen Kasernen in Potsdam-Krampnitz ist laut Staatsanwaltschaft Potsdam doch ein beträchtlicher Schaden entstanden. "Nach Auffassung des von uns in Auftrag gegeben Gutachtens gehen wir beim Verkauf von einem Nachteil für das Land aus", sagte Oberstaatsanwalt Helmut Lange.

Nach Informationen der Berliner Morgenpost soll sich laut Gutachter der Schaden auf mindestens 1,5 Millionen Euro belaufen. Er könnte sich allerdings noch erhöhen, so die Staatsanwaltschaft. Sie ermittelt gegen die damaligen Geschäftsführer der Brandenburgischen Bodengesellschaft (BBG), Frank Marczinek und Harald Holland-Nell, sowie die BBG-Projektleiterin Angela Podwitz wegen Untreue in schwerem Fall. Ihnen wird vorgeworfen, das frühere Kasernengelände in Potsdam-Krampnitz 2007 für 4,1 Millionen Euro zu einem viel zu niedrigen Preis verkauft zu haben. Regierungschef Matthias Platzeck und sein früherer Finanzminister Rainer Speer (beide SPD) hatten stets zurückgewiesen, dass dem Land durch den Verkauf ein Schaden entstand. Der CDU-Obmann im Untersuchungsausschuss, Dierk Homeyer forderte Platzeck auf, sich zu erklären.