Unfall

200 Feuerwehrleute kämpfen gegen brennenden Müll

Selbst langjährig berufserfahrene Feuerwehrleute erleben nur selten einen Brand in diesen Dimensionen: Seit vergangenem Sonnabend brennt eine Recyclinganlage in Massen bei Finsterwalde (Elbe-Elster).

Rund 200 Feuerwehrleute mit 45 Fahrzeugen kämpfen seitdem gegen die Flammen. Zwar ist das Feuer seit Sonntagmorgen unter Kontrolle, doch es wird offenbar noch Tage dauern, bis Entwarnung gegeben werden kann. Immer wieder müssen Glutnester gelöscht werden. Menschen wurden glücklicherweise nicht verletzt.

Am vergangenen Sonnabend sind aus bislang noch ungeklärter Ursache rund 6000 Tonnen Abfall in Flammen aufgegangen. Nach Polizeiangaben handelt es sich um mehr als 100 Kubikmeter Recyclingmaterial aus Haushalts- und Industrieabfällen. Die Löscharbeiten gestalten sich als schwierig. Laut Feuerwehr herrschten auf dem Gelände zum Teil Temperaturen bis zu 1000 Grad. Nur mit schwerem Gerät sei der Einsatz möglich. Um die brennenden Müllberge unter Kontrolle zu bringen, reißen Kräne die Haufen auseinander. Damit das Feuer nicht auf Felder übergriff, pflügten Bauern eine Brandschneise. Eine riesige Qualmwolke zog am Sonnabend bis ins 20 Kilometer entfernte Calau (Oberspreewald-Lausitz) und verdunkelte dort den Himmel. Am Sonntagvormittag war der Geruch des schwelenden Plastikmülls bis nach Cottbus vorgedrungen. Anwohner werden aufgefordert, weiterhin Türen und Fenster geschlossen zu halten. Für Ärger sorgten zahlreiche Schaulustige, die den Helfern am Sonnabend im Weg standen. Sie hatten ihre Autos direkt vor Hydranten geparkt und behinderten so die Einsatzkräfte.