Umwelt

Spreeaue schon zu zwei Dritteln renaturiert

Die naturnahe Umgestaltung der Spreeaue bei Cottbus ist zu zwei Dritteln fertig. Die Ende 2006 gestartete Renaturierung des Flussabschnitts von Döbbrick bis Dissen (Spree-Neiße) soll nach Angaben des Energieversorgers Vattenfall bis Ende 2012 abgeschlossen sein.

Bis dahin werde unter anderem noch an einer Rückverlegung des Deiches sowie an einem Besucherkonzept gearbeitet. Die elf Kilometer lange und 400 Hektar große Auenlandschaft wird als Ausgleich für die Abbaggerung der Lakomaer Teiche durch den Braunkohletagebau Cottbus-Nord gestaltet. Ziel der Arbeiten ist, die Strukturvielfalt und den Artenreichtum der Spree zu erhöhen. So wurden in einer Flussbiegung bei Dissen acht neue Fischteiche mit einer Wasserfläche von 21 Hektar angelegt - die Fläche der Lakomaer Teiche betrug 70 Hektar. Bisher fanden 180 000 Amphibien aus Lakoma in der Spreeaue eine neue Heimat. Darunter waren geschützte Arten wie Rotbauchunke, Eremitenkäfer und Kröten. Außerdem hat ein Agrarbetrieb in der Spreeaue Wasserbüffel sowie Auerochsen und Tarpane - eine Kreuzung von Wild- und polnischen Hauspferden - angesiedelt.