Religion

Jüdische Gemeinde erhält eigenen Friedhof

Die jüdische Gemeinde von Frankfurt (O.) erhält einen eigenen Bestattungsort. Den ersten im Land neu angelegten jüdischen Friedhof übergibt Kulturministerin Sabine Kunst (parteilos) am nächsten Montag um 14 Uhr.

"Mit der Neuanlegung dieses Friedhofes wird ein weiteres deutliches Zeichen für das nach der Zerstörung in der Nazizeit wieder entstandene jüdische Gemeindeleben gesetzt und eine große Lücke im Gemeindeleben der Frankfurter Juden geschlossen", sagte die Ministerin.

Der Friedhof befindet sich in der Nähe des Frankfurter Hauptfriedhofes, ist rund 2780 Quadratmeter groß und eingezäunt. 250 Grabflächen sind geplant. Die rund 200 Mitglieder zählende Gemeinde hatte das Grundstück von der Stadt erworben. Das Land unterstützte das Vorhaben mit rund 150 000 Euro. Die Gesamtkosten liegen bei rund 250 000 Euro. Der einstige Friedhof der Frankfurter Juden befindet sich seit der Teilung der Stadt 1945 auf polnischer Seite in Slubice. Er wird für Bestattungen nicht genutzt.