Umweltschutz

Unterschriftenaktion gegen Verpressung von Kohlendioxid

Der Brandenburger Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat eine Unterschriftenaktion gegen die Technik zur Abscheidung und unterirdischen Verpressung von Kohlendioxid (CCS) gestartet.

Die Aktion steht unter dem Motto "Dem Spuk ein Ende machen!", wie der BUND am Dienstag in Potsdam mitteilte. Adressaten seien Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD), Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) sowie die Fraktionschefs von SPD und Linker, Ralf Holzschuher und Kerstin Kaiser. Der BUND verwies darauf, dass die Landesregierung immer wieder betont habe, dass es keine Kohlendioxid-Verpressung gegen den Willen der Betroffenen geben soll. Daher fordert die Umweltschutzorganisation, dass Genehmigungen und Betriebspläne für die Erkundung unterirdischer Speicher in Birkholz-Beeskow und Neutrebbin zurückgenommen werden. Auch das Genehmigungsverfahren für das geplante CCS-Demonstrationskraftwerk Jänschwalde müsse gestoppt werden.

In Brandenburg erprobt der Energiekonzern Vattenfall die CCS-Technologie bei der Kohleverstromung. Zur unterirdischen Speicherung des Kohlendioxids sollen zwei mögliche Lagerstätten erkundet werden. Dagegen gibt es starken Widerstand in den Regionen und bei Umweltschutzverbänden.