Beziehungstat

Betrunkener sticht mehrere Male auf seine Ehefrau ein

Zu einer dramatischen Beziehungstat ist es am Mittwochabend zwischen einem älteren Ehepaar im Kreis Märkisch-Oderland gekommen. Ein 69-Jähriger stach seine Ehefrau nach einem Streit auf offener Straße nieder.

Die 62-Jährige überlebte die Attacke in Waldesruh bei Hoppegarten mit schweren Verletzungen, wie ein Polizeisprecher sagte. Der Mann soll nach der Tat vergeblich versucht haben, das eigene Haus anzuzünden. Wegen des Verdachts des versuchten Totschlags ermittelt eine Mordkommission gegen ihn.

Nach Angaben der Polizei entbrannte zwischen dem Ehepaar im Laufe des Abends ein heftiger Streit. Als sich die Frau offenbar vor der Auseinandersetzung schützen wollte, rannte sie aus dem Haus. Sie hatte laut Polizei zu Nachbarn flüchten wollen. Noch ehe sie deren Haus erreichen konnte, holte ihr Ehemann sie ein. Er zückte ein Messer und stach mehrere Male auf sie ein. Anschließend ließ er seine schwer verletzte Frau liegen und lief zurück ins Haus. Im gemeinsamen Schlafzimmer legte er anschließend Feuer. Glücklicherweise konnten die von Nachbarn gerufenen Polizeibeamten den Brand schnell löschen, ehe er größeren Schaden anrichtete. Die Ehefrau wurde in ein Krankenhaus eingeliefert.

Was Auslöser des Streits war, ist bislang unbekannt. Schon in der Vergangenheit soll es zwischen den Eheleuten zu Tätlichkeiten gekommen sein, wie der Polizeisprecher weiter sagte. Klar ist, dass der Mann während der Tat stark betrunken war. Ob der Alkoholkonsum bereits in der Vergangenheit zu den häufigen Streitereien führte, ist den Ermittlern nicht bekannt.

Ob der vorläufig festgenommene 69-Jährige in Haft kommt, wird in Kürze entschieden. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) sagte, die Ermittler prüften den Fall.