BrandenburgNews

Munition: Berliner Ring wegen Bombenfundes gesperrt

Munition

Berliner Ring wegen Bombenfundes gesperrt

Eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Dienstag bei Ferch (Potsdam-Mittelmark) in der Nähe des südlichen Berliner Rings A 10 gefunden worden. Nach Angaben der Polizei soll sie am heutigen Mittwoch zwischen 9.30 und 11.30 Uhr entschärft werden. Daher wird es zu Sperrungen der Autobahn sowie zu Ausfällen im Zugverkehr kommen. So muss der Berliner Ring zwischen der Abfahrt Michendorf und dem Autobahndreieck Potsdam in beiden Richtungen voll gesperrt werden. Die Anschlussstelle Ferch sowie die Landstraße zwischen Ferch und Neuseddin sind ebenfalls geschlossen. Die Polizei rechnet auf den Umleitungsstrecken mit Behinderungen und Staus. Es wird empfohlen, den gesperrten Bereich weiträumig zu umfahren.

Umwelt

Illegaler Müll im geschützten Wald-Biotop verkippt

Eine illegale Müllkippe ist in einem geschützten Wald-Biotop bei Finsterwalde (Elbe-Elster) entdeckt worden. Die 150 Meter lange Grube enthalte Bauschutt, Baumschnitt, Gartenabfall, Hausmüll, Gewerbeabfall und sonstige Stoffe, teilte die Kreisverwaltung in Herzberg am Dienstag mit. Der Abfall sei im Ortsteil Pechhütte nahe einer Kiesgrube von 2007 bis 2009 abgeladen und mit Erde überdeckt worden. In dem Biotop leben geschützte Tiere. Die Schäden insbesondere für den Boden oder das Grundwasser seien noch nicht abschätzbar. Das Kreisamt für Bauaufsicht, Umwelt und Denkmalschutz bittet die Bevölkerung um Hinweise in diesem Fall.

Gesundheit

Thermalsole in Neuruppin wird staatlich anerkannt

Die Thermalsole Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) bekommt als erste Heilquelle im Land Brandenburg eine staatliche Anerkennung. Die entsprechende Urkunde soll an diesem Donnerstag in der Fontanestadt überreicht werden, kündigte das Gesundheitsministerium am Dienstag in Potsdam an. Eine Besonderheit des bei einer Tiefenbohrung entdeckten Wassers sei, dass es sich sowohl als Heilquelle als auch für die geothermische Nutzung eigne. Allerdings gibt es nach Ministeriumsangaben noch keine konkrete Vorstellung, wie die Heilquelle genutzt werden könnte. Bisher seien Bäder, Inhalationen und Trinkwasserkuren geplant.

Wirtschaft

Fast 100 Millionen Euro für Bergbausanierung investiert

Für die Rekultivierung der brandenburgischen Braunkohletagebaue sind 2010 etwa 99 Millionen Euro verwendet worden. Das gab die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) am Dienstag in Senftenberg bekannt. Im gesamten LMBV-Bereich seien fast 216 Millionen Euro für die Braunkohlesanierung aufgewendet worden. In diesem Jahr plant der Bergbausanierer nach eigenen Angaben mit Bundes- und Ländermitteln in Höhe von 186 Millionen Euro. Die Gesellschaft kümmert sich seit 1994 im Auftrag des Bundes um die Rekultivierung ehemaliger Braunkohlegruben. Sie betreut 172 Bergbaufolgeseen mit einer Gesamtfläche von rund 30 000 Hektar.