Öffentlicher Dienst

Innenminister will fast alle Standorte der Polizei erhalten

Entgegen den ursprünglichen Plänen bleiben nun doch fast alle Polizeistandorte in Brandenburg erhalten. Aus 49 Wachen sollen nun 16 Polizeiinspektionen und 33 Polizeireviere gebildet werden, sagte Innenminister Dietmar Woidke (SPD) am Donnerstag in Potsdam.

Lediglich die Wache in Potsdam-Babelsberg werde geschlossen. Zuletzt waren auch die Wachen Wittenberge, Rheinsberg, Angermünde und Zossen bedroht gewesen.

Trotz des Verzichts auf die Schließung von vier Standorten hält Woidke an dem umstrittenen Ziel fest, die Zahl der Stellen bei der Polizei bis zum Jahr 2020 von 8900 auf 7000 zu reduzieren.

Der Personalabbau werde vor allem die Führungsebenen betreffen. Die Zahl der Revierpolizisten und Streifenwagenbesatzungen bleibe dagegen konstant. Laut Woidke wird Brandenburg bundesweit die beste Quote bei der Zahl der Revierpolizisten je Einwohner haben. In den vier kreisfreien Städten werde ein Revierpolizist für durchschnittlich 7500 Einwohner zuständig sein, im übrigen Land werde es ein Verhältnis von 1 zu 4000 geben. Der Bundesdurchschnitt liege bei einem Polizisten auf etwa 7900 Einwohner.