Personalien

BWA-Chef gibt wegen Kontakten zur Stasi auf

Der Landesgeschäftsführer des Bundesverbandes für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft (BWA), Ludwig Klaus, hat mit sofortiger Wirkung sein Amt niedergelegt.

Er begründete seine Entscheidung mit einer bisher nicht offengelegten Verbindung zum ehemaligen DDR-Ministerium für Staatssicherheit, wie der Verband am Wochenende mitteilte. Klaus hatte zuvor den BWA-Vorstand über eine informelle Tätigkeit für die Stasi informiert. Sie soll nach eigenen Angaben im Zusammenhang mit seiner einstigen Tätigkeit als DDR-Reisekader gestanden haben. Sein Rücktritt erfolge, um Schaden vom erfolgreichen Wirtschaftsverband abzuwenden, hieß es.

Klaus war zunächst seit 1990 Geschäftsführer des regionalen Unternehmerverbandes Cottbus und anschließend Cottbuser Geschäftsführer des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft. Im Jahr 2003 wurde er Geschäftsführer des neu gegründeten und rund 300 Mitglieder zählenden Verbandes für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft (BWA) Berlin-Brandenburg und außerdem Mitglied des BWA-Bundesvorstandes. Auch den Vorstandsposten gibt Klaus ab. Der Verband hält nach eigenen Angaben zu über 100 Handelszentren in der Welt wirtschaftliche Kontakte. Die Geschäfte des Landesverbandes soll den Angaben zufolge zunächst die Geschäftsführerin des Wirtschaftsclubs Cottbus-Lausitz, Elke Magdon, führen.