Sicherheit

Radioaktiver Brennstoff für Papierfabrik

In Brandenburg ist radioaktiv belasteter Ersatzbrennstoff aus Sachsen entdeckt worden. Das Material war am Dienstag an eine Papierfabrik in Eisenhüttenstadt geliefert worden, wie das sächsische Umweltministerium am Donnerstag in Dresden mitteilte.

Bei der Anlieferung in Eisenhüttenstadt sei die Belastung entdeckt und auch gemeldet worden.

Nach derzeitigen Erkenntnissen stamme das Material aus der Mechanisch-Biologischen Abfallbehandlungsanlage (MBA) Cröbern, die aus Siedlungsabfall Wertstoffe aussortiert. Die Abfallbehandlungsanlage Cröbern bei Leipzig habe die sortierten Wertstoffe an eine Anlage der Kreiswerke Delitzsch geliefert, in der daraus Ersatzbrennstoff hergestellt worden sei. Von dort war der Stoff den Angaben zufolge nach Eisenhüttenstadt geliefert worden.

Zur Ursache der radioaktiven Belastung gibt es laut Ministerium noch keine Erkenntnisse. Derzeit untersuchten Experten des TÜV Rheinland vor Ort, wie hoch die radioaktive Belastung der Ersatzbrennstoffe ist. Bei Ersatzbrennstoff handelt es sich um Brennstoff, der aus Abfallprodukten wie etwa Holz, Kartonagen, Textilien, Fasern und Kunststoffe gewonnen wird. Sachsens Umweltminister Frank Kupfer (CDU) sagte am Donnerstag, er erwarte eine rasche und vollständige Aufklärung.