Havel

Wieder Demonstration gegen zu hohe Kraftstoffpreise

Erneut hat es eine Demonstration gegen hohe Kraftstoffpreise bei Werder/Havel gegeben.

Am Sonnabendmorgen beteiligten sich etwa 70 bis 100 Teilnehmer am Demonstrationszug vom Ortsteil Derwitz über die Bundesstraße 1 bis zu einer Tankstelle im Gewerbegebiet Plötzin, wie Organisator Ralf Heinicke und ein Polizeisprecher sagten.

Bauern, Spediteure und weitere Unternehmer schlossen sich mit rund 25 Traktoren, Lastwagen und Transportern dem Protest an. Auf Plakaten prangerten die Demonstranten "Abzocke" durch hohe Steuern auf Benzin und Diesel an.

Zur ersten Protestaktion vor rund zwei Wochen waren etwa 200 Menschen mit 35 Fahrzeugen gekommen. Heinicke erklärte die geringere Beteiligung am Sonnabend mit dem schlechten Wetter. Dennoch plant er weiterhin, von nun an alle drei Wochen zu demonstrieren. Die nächste Aktion soll laut Heinicke am 16. April in der historischen Mitte Potsdams nahe der Baustelle für den neuen Landtag stattfinden. Heinicke sagte, die meisten Politiker hätten heute kein offenes Ohr mehr für die Belange der Bürger. Viele Anschreiben an Mandatsträger vor der Demonstration seien unbeantwortet geblieben. Der Organisator und Bauunternehmer warnte vor wirtschaftlichen Folgen hoher Kraftstoffpreise, die den derzeitigen Aufschwung "abwürgen" würden. "Wir Unternehmer müssen die höheren Kosten an die Verbraucher weitergeben", sagte er. Während der Veranstaltung sperrte die Polizei zeitweise die Bundesstraße 1 westlich vom Stadtkern von Werder/Havel.