Sicherheit

Wildwechsel

Brandenburg hat wunderschöne Alleen und viel Wild.

Was aber doppeltes Risiko für Autofahrer bedeuten kann, wie dieses Bild von der Landstraße zwischen Treplin und Sieversdorf (Märkisch-Oderland) zeigt: Ein Rudel Rothirsche überquert die Straße. Die beiden Autofahrer können noch rechtzeitig bremsen. In der Dunkelheit hätte diese Begegnung anders ausgehen und die Unfallstatistik nach oben treiben können. 74 Menschen starben im vergangenen Jahr bei sogenannten Baumunfällen auf Brandenburgs Straßen. Und in der Vergangenheit wurden im Land jährlich zwischen 14 000 und 16 000 Wildunfälle gezählt. Verkehrsminister Jörg Vogelsänger (SPD) will deshalb ein generelles Tempolimit von 70 Kilometern pro Stunde auf solchen Alleen, bei denen weder ein Sicherheitsabstand von 7,5 Metern zwischen Baum und Fahrbahn noch das Anbringen einer Leitplanke möglich seien. Mit der Einrichtung sogenannter Wildtierkorridore soll auch das Risiko von Zusammenstößen mit Hirschen und Wildschweinen verringert werden. Dennoch: Die Aufmerksamkeit der Autofahrer bleibt gefragt. mst

( mst )