Korruptionsverdacht

Staatsanwaltschaft durchsucht Büros von Landrat Giesecke

Der unter Korruptionsverdacht stehende Landrat Peer Giesecke (SPD) gerät immer stärker unter Druck: Am Mittwoch durchsuchte die Staatsanwaltschaft Büros des Landkreises Teltow-Fläming und beschlagnahmte Unterlagen, wie der Neuruppiner Staatsanwalt Gerd Schnittcher mitteilte.

Auch in Gieseckes Privaträumen hätten die Ermittler nach Unterlagen gesucht.

Giesecke soll in den Jahren 2006 bis 2009 mehrfach von dem Unternehmer Manfred Cieslik zu kostspieligen Essen eingeladen worden sein. Dabei habe der Unternehmer zusammengerechnet einen vierstelligen Betrag ausgegeben. Gegen den Widerstand von Behörden habe Giesecke dann für den Abriss eines denkmalgeschützten Gebäudes in Großbeeren gekämpft, sagte Schnittcher. Unternehmer Cieslik plante, genau an dieser Stelle einen Supermarkt zu bauen.

Das geschützte Haus sei schließlich per Genehmigung aus dem Kulturministerium abgerissen worden. Landrat Giesecke begrüßte die Durchsuchung seiner Räume: "Die laufenden Untersuchungen werden zu meiner Entlastung führen", ließ er mitteilen.

Auch Manfred Cieslik ist sich nach eigener Aussage "keiner Schuld bewusst" und wies den Vorwurf der Bestechung zurück. "Ich habe nichts falsch gemacht und auch nichts zu verbergen. Das habe ich auch dem Staatsanwalt schon drei Mal gesagt", sagte Cieslik.