Luftschiffhafen

Berliner bei Arbeitsunfall in Potsdam tödlich verletzt

Bei einem Arbeitsunfall in Potsdam ist ein 40 Jahre alter Berliner ums Leben gekommen.

Wie der Unternehmensverband Pro Potsdam am Dienstag mitteilte, stürzte der Mitarbeiter eines Rohbauunternehmens am Vortag bei Arbeiten an der Mehrzweckhalle am Luftschiffhafen aus bislang unbekannten Gründen von einer Leiter.

Rettungskräfte brachten den Familienvater unmittelbar nach dem schweren Unfall am Nachmittag in ein Krankenhaus. Dort erlag er jedoch kurze Zeit später trotz aller Bemühungen der Ärzte seinen schweren Verletzungen. Wie die Polizei mitteilte, stürzte der Mann aus sechs Metern in die Tiefe. Nach ersten Erkenntnissen kam er bei diesem Fall aus relativ geringer Höhe so unglücklich auf dem Boden auf, dass er sich die später tödlichen Verletzungen, insbesondere Kopfverletzungen und innere Blutungen, zuzog.

Die bisherigen Ermittlungen, insbesondere die Befragung der Kollegen des Getöteten, die den Sturz mitbekamen, ergaben keinerlei Hinweise auf ein Fremdverschulden, teilte die Potsdamer Polizei mit. Inzwischen wurde das Landesamt für Arbeitsschutz eingeschaltet. Dessen Mitarbeiter untersuchen zurzeit gemeinsam mit dem zuständigen Sicherheits- und Arbeitsschutzexperten der Rohbaufirma den genauen Hergang des Geschehens. Dabei soll auch überprüft werden, welche Unfallschutzmaßnahmen auf der Baustelle vorgenommen wurden.

In Brandenburg gab es im vergangenen Jahr mehr als 20 000 Arbeitsunfälle, der letzte Todesfall geschah im Dezember in Brandenburg (Havel), als ein Arbeiter unter einen Gabelstapler geriet. Die Anzahl der gemeldeten Unfälle ist nach Angaben des brandenburgischen Arbeitsministeriums seit Jahren rückläufig.