Restauration

Fürst Pücklers Gardinenstange

Wenn wir heutzutage über Gardinenstangen nachdenken, geht es meistens um Form und Länge. Soll es das Landhaus-Modell mit schneckenförmigen Enden oder doch lieber die schlichte Leiste sein?

Im Haushalt von Fürst Hermann von Pückler-Muskau stellte sich diese Frage nicht. Natürlich mussten auch so profane Dinge wie Gardinenstangen perfekt mit dem kostbaren Interieur seines Schlosses harmonieren. Und so kommt es, dass die Branitzer Stange über und über mit Ornamenten - die meisten in Muschelform - verziert ist und eine Kostbarkeit darstellt, die restauriert zu werden lohnt. Jens-Uwe Möbert von der Stiftung Fürst-Pückler-Museum in Cottbus arbeitet gerade daran. Er trägt Blattsilber auf die Holzschnitzarbeit auf, die aus dem Jahre 1856 stammt und in wenigen Monaten in der Ausstellung "Zeitschichten - Auf den Spuren der Denkmalpflege" gezeigt werden soll. Welch eine Ehre für eine Gardinenstange. ham