Konflikt

BBI-Lärmkommission berät heute erneut über die Flugrouten

Die Lärmkommission für den künftigen Hauptstadtflughafen BBI berät am heutigen Montag in Schönefeld wieder über Alternativen zu den umstrittenen Flugrouten.

Das Gremium hatte bei der Deutschen Flugsicherung (DFS) Lärmgutachten für eine Reihe von Varianten in Auftrag gegeben, darunter Abflugkurse, die Orte wie Kleinmachnow, Teltow und den Berliner Südwesten aussparen. Es werden aber auch weitere Vorschläge erwartet. Ziel ist eine Lösung des Streits im Sommer dieses Jahres.

Beim Brandenburger Infrastrukturministerium sind nach dem umstrittenen Routenvorschlag der DFS vom September schon 568 Einwendungen gegen den BBI eingegangen. Nach dem Vorschlag wären deutlich mehr Berliner und Brandenburger von Lärm betroffen als zuvor angenommen. Vom Tisch ist das Konzept noch nicht, Änderungen sind aber wahrscheinlich. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich am Wochenende auf dem Parteitag der Berliner CDU dafür ausgesprochen, zu den ursprünglichen Flugrouten zurückzukehren. Bürger und auch Gemeinden wollen mit den Einwendungen eine Wiederaufnahme des Planfeststellungsverfahrens erreichen. Die Lärmkommission will auch über Kriterien für die künftige Auswahl von Flugrouten sprechen. Dazu war bei der Sitzung im Januar eine Arbeitsgruppe gebildet worden, die einen Vorschlag machen soll. Verbindlich werden die Routen erst kurz vor Eröffnung des Flughafens Berlin Brandenburg International (BBI) im Juni 2012 festgelegt.

Am heutigen Montagabend wollen die Berliner wieder in Lichtenrade gegen die Flugrouten demonstrieren.