Kindstötung

Eltern vergraben Baby nach der Geburt im eigenen Garten

Die Potsdamer Kriminalpolizei muss sich derzeit mit einem Fall von Kindstötung befassen, der bereits zwei Jahre zurückliegt. Wie erst jetzt bekannt wurde, soll eine 37 Jahre alte Frau 2009 in ihrem Haus in Jüterbog (Teltow-Fläming) ein Kind geboren haben, das der Lebensgefährten im Garten vergraben haben soll.

Gegen die Frau und ihren heute 34 Jahre alten Partner wurde am Sonntag Haftbefehl wegen gemeinschaftlich begangenen Mordes erlassen, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei in Potsdam mit.

Bei der Vernehmung gestand die Frau, ein Kind in ihrem Wohnhaus geboren zu haben. Ihr ehemaliger Lebensgefährte soll das Kind nach der Geburt an sich genommen und im Garten vergraben haben. Der 34-Jährige äußerte sich dazu zunächst nicht. Die Staatsanwaltschaft Potsdam erwirkte Durchsuchungsbeschlüsse für das Wohnhaus und das Grundstück in Jüterbog. Dabei fanden die Ermittler in einem Bereich des Gartens, der ihnen von der Frau gezeigt worden war, die sterblichen Überreste eines Neugeborenen.

Vor dem Haftrichter äußerten sich beide Beschuldigte zu den Vorwürfen. Sie wurden in Justizvollzugsanstalten eingeliefert. Erst durch einen Hinweis waren die Ermittler auf den Mordfall gestoßen. Wer den Hinweis gegeben hatte, wurde gestern nicht mitgeteilt. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und des Kriminalkommissariats "Schwere Kriminalität" dauern noch an.