Gewalt

Zwölfjährige soll von Lehrerin gewürgt worden sein

In Beeskow (Oder-Spree) ermittelt die Polizei gegen eine Grundschullehrerin. Der Vorwurf: Sie soll ein zwölfjähriges Mädchen körperlich misshandelt haben. Die Schülerin behauptet, von der Pädagogin gewürgt worden zu sein.

Nach Informationen der Berliner Morgenpost soll das Mädchen leichte Verletzungen haben. Die Polizei prüft nun, ob diese im Zusammenhang mit dem von dem Mädchen geschilderten Vorfall stehen. Gegen die Lehrerin wurde Anzeige erstattet.

Am Dienstag erschien das Mädchen in Begleitung eines Elternteils bei der Revierpolizei in Beeskow. Die Zwölfjährige gab an, am Freitag vergangener Woche in einem Klassenraum der Fontane-Grundschule von ihrer Lehrerin angegriffen und gewürgt worden zu sein. Zu dem Übergriff war es nach Angaben des Mädchens nach einer Strafarbeit gekommen. Die Zwölfjährige sollte nach dem Unterricht nachsitzen. Währenddessen habe die Pädagogin die Tür von innen verschlossen und den Schlüssel auf den Lehrertisch gelegt. Als das Mädchen die Aufgaben erledigt hatte, habe sie nach eigenen Angaben den Raum verlassen wollen und sich dafür den Schlüssel genommen, sei aber von der Lehrerin am Verlassen des Raums gehindert worden. Dabei soll sie das Mädchen unter anderem gewürgt haben. Die Schülerin konnte sich nach eigenen Angaben befreien, die Tür öffnen und aus dem Klassenraum fliehen.

Offenbar vertraute sie sich erst nach dem Wochenende ihren Eltern an, denn am Dienstag wurde bei der Polizei Anzeige erstattet. Anschließend ging das Mädchen mit seinem Vater zum Arzt. Nach Angaben eines Polizeisprechers hat sich die Lehrerin zu dem Fall noch nicht geäußert.

Stephan Breiding, Sprecher des Bildungsministeriums, kündigte am Dienstag an, den Fall mit Hochdruck aufzuklären. Das staatliche Schulamt sei in Kenntnis gesetzt worden und werde sich der Sache schnellstmöglich annehmen. Ob gegen die Lehrerin bereits disziplinarische Maßnahmen eingeleitet worden sind, konnte der Sprecher noch nicht sagen.