Urteil

Bewährungsstrafe für Vorzeige-Unternehmer

Der einstige Brandenburger Vorzeigeunternehmer Oliver Enderlein ist zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt worden.

Das Landgericht Frankfurt (Oder) sprach den 26-Jährigen am Mittwoch wegen vorsätzlicher Insolvenzverschleppung, Bankrotts, Subventionsbetrugs sowie in acht Fällen des Betrugs schuldig. Zudem muss er 3000 Euro an die Staatskasse zahlen. Der damalige Geschäftsführer des Carport-Herstellers Dacapo Holzbau GmbH in Herzfelde bei Strausberg hatte nach Überzeugung der Kammer trotz Zahlungsunfähigkeit seiner Firma Ende 2008 keinen rechtzeitigen Insolvenzantrag gestellt. Zudem habe er in der Zeit der Zahlungsunfähigkeit Holz für Carports an eine andere Firma geliefert und so dem Zugriff des späteren Insolvenzverwalters entzogen. Zudem habe er eine von der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) geförderte Maschine verkauft, ohne dies wie vorgeschrieben der Bank mitzuteilen. Den Erlös, laut Anklage waren es 155 000 Euro, habe er für sich selbst verwandt.