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Ermittlungen: Dacharbeiten als Ursache für Großbrand an Polizeigebäude

Ermittlungen

Dacharbeiten als Ursache für Großbrand an Polizeigebäude

Der Brand des Cottbuser Polizeigebäudes Ende 2010 ist geklärt. Dachdecker- und Auftauarbeiten auf dem Dach der früheren Webschule seien die Ursache gewesen, teilte die Polizei am Montag mit. Das hätten gemeinsame Untersuchungen von Brandermittlern aus Frankfurt (O.), Cottbus und dem Landeskriminalamt (LKA) ergeben. Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen. Die Webschule gehört zum Polizei-Gebäudekomplex am Bonnaskenplatz. Mitarbeiter einer Firma aus dem Spree-Neiße-Kreis hatten am 29. Dezember auf dem Dach gearbeitet. Inzwischen gibt es massive Proteste von Bürgern und Denkmalschützern in Cottbus gegen einen Abriss des durch den Brand stark beschädigten Gebäudes.

Fahrlässigkeit

Frau verletzt sich schwer an brennendem Weihnachtsbaum

Eine 44 Jahre alte Frau aus Brandenburg/Havel hat sich beim Brand eines Weihnachtsbaums in ihrer Wohnung schwer verletzt. Wie die Polizei am Montag mitteilte, musste sie nach dem Unfall am Sonntagabend mit einem Hubschrauber in eine Berliner Klinik geflogen werden. Die 44-Jährige hatte erfolglos versucht, den brennenden Baum zu löschen. Feuerwehrleute verhinderten ein Übergreifen der Flammen. Die Wohnung in einem Mehrfamilienhaus blieb bewohnbar. Grund für den Brand war laut Polizei ein fahrlässiger Umgang mit Wunderkerzen.

Statistik

Zahl der Verkehrsunfälle stark gestiegen

Die Zahl der Verkehrsunfälle in Brandenburg ist in den ersten zehn Monaten 2010 gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich gestiegen. Während es zuvor von Januar bis Oktober 67 805 Unfälle waren, registrierte die Polizei jetzt 71 901, was einen Zuwachs um sechs Prozent bedeutet. Allein die Zahl der schwerwiegenden Unfälle mit Sachschaden nahm um 35 Prozent zu. Dagegen ging die Zahl der Verunglückten von 9280 auf 8900 im selben Vergleichszeitraum um rund vier Prozent zurück. Auch die Zahl der bei Verkehrsunfällen Getöteten sank von 178 auf 174.

Kriminalität

Polizisten stellen Kupferdieb auf frischer Tat

Polizisten haben an der Bahnstrecke bei Kerkwitz (Spree-Neiße) einen Kupferdieb gestellt, der mit seinen Taten zuvor mehrfach den Zugverkehr zwischen Frankfurt (O.) und Cottbus gestört hatte. Die Beamten erwischten den 46-Jährigen mit einem Bolzenschneider an den Gleisen. Er gestand sieben weitere Taten. Aus Geldnot habe er seit Mitte Dezember mehr als 100 Meter der teuren Erdungs- und Signalkabel entwendet, gab er an. Der Mann sei mit dem Fahrrad aus dem nur wenige Kilometer entfernten polnischen Gubin über die Grenze gekommen, sagte ein Sprecher.