Hochwasserlage

Eiszeit an der Oder

Die Hochwasserlage an der deutschen Oder beginnt sich leicht zu entspannen. Der Pegel Hohensaaten-Finow sank auf 7,04 Meter, wie das Hochwassermeldezentrum Frankfurt (O.) am Montag mitteilte.

Das sind aber immer noch 54 Zentimeter über dem Richtwert für die höchste Alarmstufe 4, die dort seit einer Woche gilt. Brandenburgs Umweltministerin Anita Tack (Linke) bezeichnete die Lage als weiterhin "kritisch". Günstig für alle Flüsse in Brandenburg sei, dass das Tauwetter "moderat" ausfalle. Auf der südlichen deutschen Oder sowie auf den Flüssen im Süden Brandenburgs stiegen die Pegel dagegen weiter an. Sorge bereitet insbesondere die insgesamt etwa 70 Kilometer lange Eisdecke auf dem polnischen Oder-Nebenfluss Warthe. "Sollte sich aus der Warthe Eis lösen und in die Oder abschwimmen, bleiben uns 36 Stunden Zeit, bis das Eis in Hohenwutzen eintrifft", sagte der Landrat von Märkisch-Oderland, Gernot Schmidt (SPD). Dort befindet sich die Eisgrenze auf der Oder. Der Fluss ist noch auf rund 15 Kilometer Länge von Stützkow bis Hohenwutzen mit Eis bedeckt.