Politik

Kritik an geplanter Volkszählung im Mai reißt nicht ab

Die Region Berlin-Brandenburg ist gut auf die erste gesamtdeutsche Volkszählung in diesem Jahr vorbereitet. In Berlin wurden seit November 2010 insgesamt 170 000 Fragebögen an Haus- und Wohnungseigentümer verschickt, in Brandenburg 660 000.

Mit dieser Vorerhebung will das Amt für Statistik klären, wem die Häuser gehören und wie ihre Eigentümer erreichbar sind. Die Eigentümer sind zur Auskunft verpflichtet. Im Mai beginnt die eigentliche Volkszählung: Vier Prozent der Berliner und zwölf Prozent der Brandenburger werden zufällig ausgewählt und befragt, etwa zu Bildung, Ausbildung und Religion.

Derweil reißt Kritik an der geplanten Volkszählung nicht ab. "Der Zensus 2011 ist in hohem Maße missbrauchsanfällig und verstößt gegen das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung", sagte der Vizepräsident der Internationalen Liga für Menschenrechte, Rolf Gössner, am Freitag in Berlin. Die Kritik der Bürgerrechtler an der Volkszählung richtet sich unter anderem gegen die Speicherung der Informationen in einer zentralen Datenbank.