Trauerfeier

Tod im eisigen See: Zweijährige Lilly in Eberswalde beigesetzt

Die nach einem Sturz in eiskaltes Wasser gestorbene zweijährige Lilly aus dem brandenburgischen Eberswalde ist in aller Stille beigesetzt worden.

Die Trauerfeier habe bereits am vergangenen Mittwoch auf Wunsch der Familie im engsten Familienkreis stattgefunden, sagte Vize-Bürgermeister Lutz Landmann (SPD) am Montag. Die Stadt habe die Kosten der Beisetzung übernommen.

An der Trauerfeier nahm als Vertreter der Stadt Bürgermeister Friedhelm Boginski (FDP) teil. Die Beisetzung habe zu den schlimmsten Erlebnissen seiner Amtszeit gehört, sagte Boginski. "Wie mag es da erst den Eltern gegangen sein", fügte er hinzu.

Das Mädchen war am 8. Dezember 2010 zusammen mit einem gleichaltrigen Kind bei einem Spaziergang einer Kindergartengruppe aus noch immer ungeklärter Ursache an einem Teich ins eiskalte Wasser eingebrochen und nach neun Tagen im Koma im Deutschen Herzzentrum Berlin gestorben, nachdem ihre Eltern entschieden hatten, dass lebenserhaltende Maschinen abgeschaltet werden sollen. Das andere Mädchen kam wegen Unterkühlung in das Eberswalder Krankenhaus und ist wieder genesen.

Im Zusammenhang mit dem Unfall ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die für die Gruppe verantwortliche Erzieherin wegen der Vorwürfe der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung. Die Frau, deren Anwalt Akteneinsicht beantragt hat, sei bisher noch nicht vernommen worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Eberswalde. Ein Ergebnis der Obduktion der Leiche des Mädchens wird voraussichtlich für Mitte Januar erwartet.