Hochwasserlage

Das Wasser steigt und steigt und steigt

Die Hochwasserlage an der Oder bleibt angespannt.

Für den Flussabschnitt von Hohensaaten-Finow bis Zollbrücke wurde am Montag die höchste Hochwasser-Alarmstufe 4 ausgerufen. Der Pegel in Hohensaaten kletterte wegen des Wasserrückstaus an der Eisgrenze auf sieben Meter und lag damit einen halben Meter über dem Richtwert für diese Stufe. Experten rechnen mit einem weiteren Anstieg. "Der Wasseranstieg, die fortschreitende Vereisung der Oder im Bereich Hohensaaten-Finow und die Beobachtung des Warthe-Eises machen die Ausrufung der Alarmstufe 4 nötig", sagte der Landrat von Märkisch-Oderland, Gernot Schmidt (SPD). Der Deich werde rund um die Uhr überwacht. Derzeit seien etwa 50 Einsatzkräfte am Ort, darunter Deichläufer und Feuerwehrleute. Grund für die hohen Pegel bei Hohensaaten ist die etwa zwei Kilometer flussabwärts gelegene Eisgrenze, vor der sich das Wasser staut. "Nur ein Eisaufbruch würde die Wasserstände deutlich fallen lassen", sagte der Präsident des Landesumweltamtes, Matthias Freude. Im Bereich des Nationalparks Unteres Odertal durchtrennte das Eis an zwei Abschnitten die Sommerdeiche auf einer Länge von etwa 200 Metern, wie das Umweltministerium mitteilte. Dort fließe das Wasser in die für die Flutung vorgesehenen Polder.