Oder

Die "Kietz" und die "Schwedt" im Hochwassereinsatz

Es ist ein Bild, wie gemalt: Zwei Schiffe auf einem Fluss, unberührter Schnee, zwei Graugänse und ein Dorf in der Ferne.

Doch die Lage ist längst nicht idyllisch, sondern sehr ernst: Die beiden Schiffe sind Eisbrecher, die gegen ein erneutes Hochwasser an der Oder kämpfen. Die "Kietz" und die "Schwedt" vom Wasser- und Schifffahrtsamt brechen das Eis auf der Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstraße auf. Denn: Die Hochwasserlage bleibt angespannt. Der Wasserstand am Pegel Hohensaaten-Finow sei in der Nacht zu Sonntag kontinuierlich gestiegen und stagniere seit dem Morgen auf hohem Niveau, sagte Brandenburgs Umweltministerin Anita Tack (Linke). Wegen der Eisdecke und vieler Eisschollen auf dem Grenzfluss sei eine schnelle Entspannung der Situation leider nicht zu erwarten, sagte die Ministerin. "Wir hoffen nach wie vor, dass der Einsatz von Eisbrechern Hilfe bringt", sagte der Präsident des Landesumweltamtes, Matthias Freude.