Sicherheit

Eisbrecher im Einsatz gegen ein Oder-Hochwasser

Mit Eisbrechern wollen Deutschland und Polen ein neues Hochwasser an der Oder verhindern. In Brandenburg sollen zwei der Schiffe starten, in Polen drei, wie die Hochwassermeldezentrale in Frankfurt (O.) am Neujahrstag mitteilte.

Sie setzen die Arbeit der sieben polnischen und drei deutschen Schiffe fort, die sich am Vortag durch das Oder-Eis gekämpft hatten. Dadurch konnten die Wasserstände am Pegel Widuchowa (Marienhofer Wehr) den Angaben zufolge um rund 40 und am Pegel Gartz (Uckermark) um rund 15 Zentimeter gesenkt werden. Generell sorgt Eis für steigende Werte, weil der Abfluss behindert ist. So wurde am Pegel Hohensaaten-Finow (Märkisch-Oderland) am Freitag um 20.45 Uhr der Richtwert der Alarmstufe 4 erreicht, am Sonnabend war er sogar bei einem Stand von 6,67 Meter um 24 Zentimeter überschritten. Dennoch wurde die höchste Hochwasseralarmstufe nicht ausgerufen. Ein Grund dafür sind laut Behörde die unterschiedlichen Richtwerte für Gewässer mit und ohne Eis. Generell liegen die Grenzwerte für Flüsse mit Eis niedriger, weil eine besondere Gefahr besteht, dass zusammengeschobenes Treibeis den Abfluss des Wassers stark einengt.

Meistgelesene