Berlin verklagt Brandenburg auf Schadenersatz

Mit einer Schadenersatzklage über eine halbe Million Euro, die Berlin von Brandenburg für eine Grundstückssanierung verlangt, befasst sich heute das LandgerichtPotsdam.

Potsdam Mit einer Schadenersatzklage über eine halbe Million Euro, die Berlin von Brandenburg für eine Grundstückssanierung verlangt, befasst sich heute das LandgerichtPotsdam. Das Grundstück in Großbeeren (Teltow-Fläming) war nach der Wende zunächst vom Land Brandenburg bewirtschaftet und an die Umweltforschung Großbeeren GmbH (UFG) vermietet worden. Diese betrieb dort eine Anlage zur biologischen Behandlung von Klärschlämmen.

Im Jahr 2000 stellte das brandenburgische Amt für Immissionsschutz fest, dass die zugelassenen Abfallmenge erheblich überschritten und Abfall auf dem Areal unsachgemäß gelagert wurde. Im Januar 2001 wurde die UFG aufgefordert, Klärschlämme von Teilflächen zu entfernen. Nachdem die Gesellschaft aber Insolvenz angemeldet hatte, fiel das Grundstück dem Land Brandenburg zu, wurde jedoch im Februar 2003 an Berlin übertragen. Berlin entfernte die Schlämme, was 507 268,73 Euro kostete. dpa