Eurospeedway Lausitz bekommt neue Betreiber

Der Eurospeedway Lausitz hat von Januar 2009 an zwei neue Betreiber. Der Förderverein Lausitzring als Eigentümer unterzeichnete gestern die Pachtverträge.

Potsdam/Cottbus - Der Eurospeedway Lausitz hat von Januar 2009 an zwei neue Betreiber. Der Förderverein Lausitzring als Eigentümer unterzeichnete gestern die Pachtverträge. Die alpha Technik GmbH aus dem bayerischen Stephanskirchen wird nach Angaben des Potsdamer Wirtschaftsministeriums bis Ende 2016 die Rennstrecke und die Dekra Automobil GmbH das benachbarte Testoval betreiben.

"Der Startschuss für die Zukunft des Eurospeedway Lausitz ist gefallen", sagte Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns (CDU). "Die neuen Betreiber können jetzt mit Vollgas die Planungen für die nächste Saison in Angriff nehmen." Der CDU-Landtagsabgeordnete Ingo Senftleben unterstrich, dass der Lausitzring als Renn- und Teststrecke erhalten bleibe; der Eurospeedway sei ein wichtiger Faktor für die touristische und wirtschaftliche Entwicklung der Lausitz.

Der Förderverein Lausitzring hatte 2007 den Betrieb für die Zeit von 2009 bis Ende 2016 ausgeschrieben. Weil kein zuschlagfähiges Angebot einging, nahm der Verein Verhandlungen mit vier interessierten Bietern auf, um die Verträge freihändig zu vergeben. Die dabei unterlegene Bietergemeinschaft Johann Bunte GmbH & Co. KG/Motorsport Arena Oschersleben GmbH/Automobil-Club Diepholz klagte bei der Vergabekammer des Landes, die den Antrag Ende März als unzulässig verwarf.

Dagegen legten die Kläger Beschwerde beim Oberlandesgericht (OLG) ein, die gestern zurückwiesen wurde, wie eine OLG-Sprecherin mitteilte. Gleichzeitig wies das Landgericht Cottbus nach Angaben eines Gerichtssprechers den Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung ab, mit dem die Mitbewerber erreichen wollten, dass vorläufig kein Vertrag geschlossen werden darf. Die Bietergemeinschaft kündigte erneut Rechtmittel an. Diese haben jedoch nach Gerichtsangaben keine aufschiebende Wirkung.

Der Lausitzring war mit einem Aufwand von 150 Millionen Euro gebaut worden, davon waren rund 123 Millionen Fördermittel. Das Aufrechterhalten des Rennbetriebes auf der Anlage im ehemaligen Braunkohletagebau bis Ende 2016 ist Bedingung dafür, dass die Fördermittel nicht zurückgezahlt werden müssen. Zwei Jahre nach der Eröffnung der Anlage meldete die damalige Betreibergesellschaft 2002 Insolvenz an. Im November 2003 schloss der Förderverein Lausitzring mit der Eurospeedway Lausitz GmbH einen Pachtvertrag für die Anlage mit einer Laufzeit von Januar 2004 bis Ende 2008.

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